Theresienstadt liegt in einer ebenen, fruchtbaren Gegend, 60 km nördlich von Prag. Ende des 18.Jahrhunderts wurde es von Kaiser Josef II. als ein mächtiges, die nordwestlichen Zugänge von Böhmen schützendes Festungssystem gegründet.. Die Festung wurde nach dem damals modernsten Bastionstyp der französischen Fortifikationsschule in Meziéres gebaut. Kern des Festungssystems ist die Hauptfestung mit der Stadt in der Mitte, die vorgeschobene Kleine Festung ("Fort B") und die befestigte Fläche zwischen der Alten und Neuen Eger. Die Gesamtfläche der Verschanzung nimmt 67 ha ein, weitere mehr als 158 ha bilden 4 künstliche, überflutbahre Becken. Der östliche Teil der Stadt wurde in einem sumpfigen Terrain auf Eichenpfählen und Rosten mit Steineinsatz angelegt.. Im Juni 1790, nicht ganze 10 Jahre nach der Grundsteinlegung, wurde die Festung in Anwesenheit des Hauptprojektanten von Theresienstadt, General Graf Klement Pellegrini, für kampffähig erklärt.

Die Festungsstadt. Das kaiserliche Besiedlungspatent: Am 9.12.1782 wurde Theresienstadt zur freien königlichen Stadt erklärt. In Wirklichkeit war die Stadt militärischen Erfordernissen unterstellt, zur Belagerung kam es aber nie. Das Festungsstatut der Stadt wurde im Jahre 1888 aufgehoben.

Die nazistische Okkupation. Eine tragische Aufgabe spielte Terezín im 2. Weltkrieg.. Im Jahre1940 wurde in der Kleinen Festung ein Gefängnis der Prager Gestapo errichtet. Im Laufe des Krieges sind durch die Festung 32000 Häftlinge durchgegangen von denen 5000 Frauen waren. Direkt in der Festung um 2500 Menschen sind gestorben oder zu Tode gefoltert. Die Stadt Terezín an sich haben die Nazis im Jahre 1941 in ein Ghetto - Konzentrationslager für jüdische Häftlinge - umgetauscht. Bis Ende des Krieges sind durch das Lager mehr als 150000 Häftlinge durchgegangen, von denen hier 35000 ums Leben gekommen sind.
Die Gleichzeitigkeit. Nach Abgang die Armee gegen Ende 90. Jahre ist der Stadt ganzheitlich renoviert.